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Leistungen für Selbstzahlerinnen (Igel)

spezielle Laboruntersuchungen/Hormonanalysen

HPV-Test
(Humane Papillomaviren-Testung)

Die Krebsfrüherkennungsuntersuchung mit dem üblichen Zellabstrich in jährlichen Abstanden stellt eine hervorragende Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen dar. Wichtig ist die gute Abstrichentnahme. Wie jede Methode kann Sie jedoch keine 100%ige Sicherheit gewährleisten.

Humane Papillomaviren (HPV) gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Bestimmte Typen dieser Viren (aus der sogenannten Hochrisikogruppe) spielen jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen.

Das Testverfahren auf HPV erfolgt durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals und wird mittels DNATechnologie ausgewertet und dient der persönlichen Risikoeinschätzung.

FSH – Test

FSH-Test in der Menopause dient der Risikoeinschätzung bzgl. Schwangerschaft in den Wechseljahren, d.h. antwortet auf die Frage : „Kann ich noch schwanger werden?“. Bei einem FSH-Test über 30 mIU/ml ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Frau noch schwanger werden kann gering.

Hormonprofil

FSH (Follikelstimulierendes Hormon), LH (Luteinsierendes Hormon), Oestradiol, Progesteron, DHEAS (Dehydroepiandosteronsulfat), Testosteron, Cortisol, Prolaktin, TSH (Thyreotropin), T3, T4 (Thyroxin)

HIV-Test

Die Inkubationszeit beträgt 3-12 Wochen. Erst 3 Monate nach Kontakt ist eine sichere Aussage möglich, ob eine Infektion erfolgt ist. Die Untersuchung erfolgt anonym.

Schwangerschaftstest

Methode: Clearview aus Urin, empfindlich auf < 20 mIU/ml HCG.

AFP-Alpha Feto Protein

Eine Erhöhung des AFP-Wertes im Blut der Mutter gibt einen Hinweis auf einen möglichen Neuralrohrdefekt (Fehlbildung des Gehirns und Rückenmarks) beim Kind. Die Blutentnahme erfolgt in der 16.-18. Schwangerschaftswoche. Die bekannteste Form des Neuralrohrdefekts ist der sog. offene Rücken (spina bifida). Dabei ist die Wirbelsäule an einer Stelle nicht richtig geschlossen, und es kann zu einer Ausstülpung der Rückenmarkshüllen und des Rückenmarks kommen. Es können Lähmungen in dem Bereich des Körpers entstehen, der unterhalb des Defekts liegt. Auch Schließmuskel von Harnblase und Darm können betroffen sein.

Zur Verringerung des Risikos eines Neuralrohrdefekts wird Frauen mit Kinderwunsch geraten, sich bereits in der Zeit vor der Empfängnis und bei Eintreten einer Schwangerschaft bis zur 8. Schwangerschaftswoche zusätzlich mit dem Vitamin Folsäure (0,4 mg am Tag, wenn bereits ein Kind mit Neuralrohrdefekt geboren wurde bis zu 5 mg täglich) zu versorgen.

Glucosebelastungstest in der Schwangerschaft

Im Rahmen der Schwangerschaft kann eine Zuckerkrankheit auftreten, die sich nach der Entbindung meist wieder bessert (Häufigkeit 2.5% aller Schwangeren) Im Rahmen der Routineuntersuchungen werden ca. 20% dieser Erkrankungen nicht erkannt. Durch die erhöhten Blutzuckerspiegel kann sich beim Kind eine erhöhte Rate von Missbildungen ergeben, ein zu großes Herz, ein zu großes Kind oder in Extremfällen eine Minderversorgung des Kindes im Mutterleib. Durch die Durchführung eines Zuckerbelastungstest zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche können Sie diese Erkrankung ausschließen.

Toxoplasmose

Diese Infektion (Häufigkeit 3-6 auf 1000 Lebendgeburten), die hauptsächlich durch Erreger im Katzenkot zustande kommt, führt bei gesunden Schwangeren selten zu Symptomen. Bei Erstinfektion der Mutter kurz vor oder während der Schwangerschaft können jedoch ohne Behandlung für das Kind schwerwiegende Folgen auftreten, die von Verkalkungen im Gehirn mit möglichen Krampfanfällen bis hin zum Wasserkopf oder zur Blindheit reichen. In Deutschland haben ca. 35-40 % aller schwangeren Patientinnen diese Infektion durchgemacht und sind daher geschützt. Bei nicht geschützten Patientinnen sollte eine Kontrolle in der Frühschwangerschaft, in der 18. Schwangerschaftswoche sowie in der 28. Schwangerschaftswoche erfolgen. Falls eine akute Infektion festgestellt wird, wird eine Behandlung je nach Schwangerschaftsalter durchgeführt.

Abstrich auf ß-hämolysierende Streptokokken-Bakterien

Findet sich in den letzten Schwangerschaftswochen (35.-37.SSW) eine Keimbesiedlung in der Scheide und des Darmes mit den Bakterien: ß-hämolysierende Streptokokken muss eine Antibiotikattherapie unter der Geburt erfolgen. Die Gebärende erhält eine einmalige Antibiotikagabe, damit sich des Kind unter der Geburt nicht ansteckt. So kann das Neugeborene, das noch ein unreifes Immunsystem besitzt, vor einer gefährlichen generalisierten Infektion geschützt werden, die unbehandelt akut bedrohlich für das Kind ist.

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